Forschungsprojekt Hören

 
 

Es gibt kaum ein Ereignis, das nicht unsere Ohren berührt, und dennoch hat die abendländische Geistesgeschichte in ihrer langen Tradition den Klang unseres Daseins weitgehend überhört; Hörspuren verhallen ohne Resonanz oder werden von der übermächtigen okularen Tradition verdeckt. Das Forschungsprojekt Hören begibt sich auf die Spurensuche nach Hörmotiven und der Hörvergessenheit in den abendländischen Humanwissenschaften. Von der Antike bis heute werden im Rahmen einer Grundlagenforschung Hörmotive herausgearbeitet, die Tonspuren zu einem hörenden Seinsverständnis enthalten.
Leitmotiv wird die Frage nach einem Menschen sein, der sich hörend konstituiert, und sich hörend auf sich und anderen Menschen bezieht.
Die Motive und Tonspuren der Grundlagenforschung werden in einem 2. Akt in praktischen Feldern der Humanwissenschaften angewendet, durchgeführt und moduliert. In der angewandten Hörforschung drängen sich Fragen aus pädagogischen, psychologischen, kulturellen, politischen und künstlerischen Praxsisfeldern gleichermaßen auf.

 
  Veranstaltungen:  
  Vorlesung an der Musik- und Kunstuniversität Wien: Kunstvermittlung als Resonanzraum für Dialog, Entwicklung und Kreativität (link)  
  Vorträge und Veröffentlichungen zum Forschungsprojekt Hören (link)